Der »Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft« der Landeshauptstadt Hannover wurde am 1. Februar 2012 erstmalig vergeben. Gemeinsam mit dem Unternehmen John + Bamberg GmbH & Co KG wurde auch das Engagement von novuprint gewürdigt.
Beide Unternehmen wurden von der Wettbewerbsjury einstimmig aus zwölf Bewerbern ausgewählt und erhalten jeweils die Hälfte der insgesamt ausgelobten 10.000 Euro Preisgeld. Bürgermeister Bernd Strauch und Andrea Hammann, städtische Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, nahmen im Rahmen einer Feierstunde im Mosaiksaal des Neuen Rathauses die Ehrung vor.

Von links, vorne: Andrea Hammann, hannoversche Behindertenbeauftragte, Laudatorin Sigrid Lübbers von Selbstbestimmt Leben e.V.; hinten: Sozialdezernent Thomas Walter, novuprint-Geschäftsführer Jürgen Hans, Reinhard Kaumkötter, Geschäftsführer von John + Bamberg, Ingrid Wagemann, Vorsitzende des Sozialausschusses und Bürgermeister Bernd Strauch (Foto: Franz Deckert)
Der »Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft« richtet sich an Betriebe, Geschäfte und Unternehmen in Hannover, die mit innovativen Konzepten barrierefreie Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen oder erhalten und ihnen so ein selbstbestimmtes Erwerbsleben ermöglichen.
Für novuprint war es zunächst eine Schwelle, sich um diesen Förderpreis zu bewerben: nach unserem Verständnis ging es uns nicht um die dezidierte Einstellung von behinderten Mitarbeitern, sondern wir haben seinerzeit für die zu besetzenden Stellen schlicht die Bewerber ausgewählt, die mit ihren Qualifikationen und ihrer Persönlichkeit optimal zum novuprint-Team passen. So hat es sich dann eher beiläufig ergeben, dass zwei der zehn MitarbeiterInnen gesundheitlich beeinträchtigt sind. Inklusion ist für novuprint kein »Thema«, sondern gelebte Praxis.
Aber offensichtlich war es genau dieses selbstverständliche, unbefangene Umgehen mit dem Thema Behinderung, das die Jury beeindruckt hat. Für uns ist es Teil unserer Unternehmensphilosophie alles dafür zu tun, dass Mitarbeiter motiviert ihre Arbeit machen und sich dabei wohl fühlen können. Ergonomie am Arbeitsplatz ist für uns eine Selbstverständlichkeit: höhenverstellbare Arbeitstische und erstklassige Sitzmöbel, flimmerfreie Beleuchtung mit Tageslichttemperatur ... und mittwochs kommt der Masseur ins Haus.
Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit und werden bei unserer nächsten Wochenbesprechung gemeinsam beschließen, wie das Preisgeld im Sinne des Förderpreises bestmöglich verwendet wird.
Reportage über die Verleihung im Audiomagazin des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen (zur Website des O-Ton-Teams: www.o-ton-team.de)